Spaß hält auch nach über zwei Jahrzehnten an:

Wäre Gedankenlesen möglich, würden hinter der Stirn von Norbert Horn vermutlich kurz einmal Worte wie "was hab’ ich da nur angezettelt?" vorbeihuschen. Nach außen gibt er sich aber so unternehmungslustig wie zuversichtlich, dass auch 2019 alles glatt geht: Dass Tausende Zuschauer kommen und die erwarteten rund 900 Fahrzeuge ("wir hatten sogar schon mal einen Panzer da"), vom Moped über Pkw bis hin zu den Traktoren.

Silvia Ulrich bleibt Ortsvorsteherin in Beuren:

Im Namen der scheidenden Ortschaftsräte war Markus Nessler eines wichtig, bevor in der konstituierenden Sitzung diesen Mittwoch das neue Gremium der Isnyer Teilgemeinde verpflichtet worden ist: "Ein Dank an Silvia Ulrich, sie hat uns mit harter und straffer Hand geführt und Entscheidungen stets vorangebracht in den Sitzungen", sagte Nessler. Neue wie alte Räte und die Handvoll Zuhörer quittierten die Worte mit Gekicher. Zumal sie auch darauf gemünzt waren, dass Ortsvorsteherin Ulrich bislang die einzige Frau in der Runde war.

Kinderfestbilanz: "Weitgehend friedlich":

Polizei und Stadtverwaltung blicken aus Sicht der Ordnungskräfte "positiv" auf das 399. Kinder- und Heimatfest vom 12. bis 15. Juli zurück. Dagegen zeichnet Wolfgang Dieing, leitender Notarzt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Isny, seitens der Rettungskräfte ein differenziertes Bild der viertägigen Veranstaltung.

Hilfe für Herbert Peter – dringend gesucht:

Sein Leben hat Herbert Peter aus Wengen der Hilfe an seinen Mitmenschen verschrieben: Er ist Ortskommanant der Weitnauer Feuerwehr. Doch jetzt benötigt der 38-Jährige selbst Hilfe: Herbert Peter hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Wie die gemeinnützige Organisation DKMS mitteilt, blieb die weltweite Suche nach einem genetischen Zwilling bislang erfolglos.

Metallbauer und Bierbrauer spielen zusammen:

Ein Handwerksbetrieb, der seit 180 Jahren existiert, und die letzte Brauerei von einstmals 15 Braustätten in Isny, seit 100 Jahren im Besitz der Familie Stolz, haben am Kinderfestmontag die Handwerkerpräsentation bei der Zunftfeier der Handwerkerzunft im Festzelt bestritten. Nur ein verbindendes Glied beider Betriebe sei die gemeinsame Adresse am "Pfannenstiel" in der Vorstadt, scherzte eingangs Johannes-Christian Grosselfinger, der mit seinem Vater Hans die "typische Bauschlosserei" in mittlerweile sechster Generation führt.

Angst vor dem großen Klinik-Kahlschlag:

Mit der Hälfte der Krankenhäuser könnte Deutschland bessere Medizin anbieten – zu diesem Schluss kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Trifft die Analyse auf Süddeutschland zu? Was für Konsequenzen könnte das mit Blick auf Kliniken zwischen Alb und Allgäu haben?

Prächtiger Umzug beim 399. Kinderfest:

Mit mehrfachem, lautem Knall haben die Böllerschützen aus Lindenberg am Sonntag kurz nach 14 Uhr die Startschüsse zum Umzug des 399. Isnyer Kinderfests gegeben. Jürgen Altvater von der hiesigen Schützengilde, dem ältesten Verein in der Stadt, stellte dem Publikum auf der Ehrentribüne am Marktplatz und vielen hundert Umstehenden jeden der sechs Schützen um Böllerschussmeister Walter Smolnik vor – samt Gewicht der Schaft- und Handböller (zwischen fünf und zehn Kilogramm), dazu die Kalibergröße sowie die Menge des händisch im Lauf verdichteten Schwarzpulvers, bis zu 40 Gramm. Das wumst!

Maximilian Boneberger ist neuer Ortsvorsteher:

Die Isnyer Teilgemeinde Rohrdorf hat einen neuen Ortsvorsteher: In der konstituierenden Sitzung des neuen Ortschaftsrates diesen Mittwoch setzte sich Maximilian Boneberger in einer Kampfabstimmung gegen Silvia Kahl mit sechs zu drei Stimmen in geheimer Wahl durch. Damit entschieden sich die neuen Räte für einen Kandidaten aus ihrer Mitte und gegen die langjährige Leiterin der Ortsverwaltung und Personalratsvorsitzende der gesamten Isnyer Stadtverwaltung. Genau wegen dieser Rolle hatte im Vorfeld geprüft werden müssen, ob Kahl überhaupt kandidieren darf. Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter, der die Formalitäten der Sitzung abwickelte, erklärte aber, dass Regierungspräsidium in Tübingen habe grünes Licht gegeben.

Hoch über der Stadt mit Storchenfachfrau Ute Reinhard bei "Willi" – oder "Wilhelmine":

Meter um Meter schiebt sich der Personenkorb an der großen Drehleiter der Isnyer Feuerwehr in Richtung Wipfelgeäst der Esche am Schützenhaus. Ruckartiger Stopp in 24 Metern Höhe. Freie Sicht aufs Espantor, die Kirchtürme, die Wälder der Adelegg, ins blaue Firmament. Mit flinken Fingerbewegungen am kleinen Steuerknüppel und Tastendruck auf einem digitalen Display rückt Jürgen Tischer, Feuerwehrmann und Storchenfreund, den Korb Zentimeter um Zentimeter weiter hinein in die lichte Baumkrone, einem kunstvoll gestapelten Geflecht trockener Zweige entgegen.

Isny stimmt über den Kinderfestbrunnen ab:

Dass Isny 2020, zum 400. Jubiläum des Kinder- und Heimatfestes, einen "Kinderfestbrunnen" bekommt und dieser am Stadtbach in der Grünanlage zwischen Espantor und Mühlturm gebaut wird, hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Städtefreundschaft lebt:

30 Schülerinnen und Schüler – die erfreuliche Zahl unterstreicht, wie lebendig die Städtefreundschaft zwischen Isny und Notre-Dame-de-Gravenchon auch nach über vier Jahrzehnten ist – weilen seit Montag im Allgäu. Während etwa die Hälfte ihren Premierenaufenthalt absolviert, sind einige Jugendliche schon zum zweiten oder dritten Mal, wie die kurze Befragung am Mittwochmittag im historischen Sitzungssaal des Isnyer Rathauses zeigte. Dort hieß Bürgermeister Rainer Magenreuter die Jugendlichen und ihre sechs erwachsenen Begleiter herzlich willkommen; und auch den Busfahrer, der zum wiederholten Mal die Reisegruppe sicher von der Normandie ins Allgäu gebracht hat.

Ärgernisse am Badeparadies häufen sich:

Der Isnyer Baggersee und seine Besucher im Sommer – ein Dauerthema: Uneingeschränktes Schwärmen von all jenen, die sich dort erholen wollen, in der Sonne liegen, einfach schwimmen im kühlen Nass, ein paar erfrischende Bahnen nach Feierabend ziehen; Kinder, die am Ufer plantschen oder zwischen aufgeblasenem Fantasieplastikgetier balgen; Freikörperkulturfreunde in ihrem Refugium, die mit ihrem Ruf tatsächlich bis heute andere Isnyer davon abhalten, auch nur in die Nähe des Gewässers zu radeln; Jugendliche, die sich an Seilen von Bäumen in die Tiefe stürzen, weil das Ufer – völlig untypisch für einen Natursee, der der Baggersee inzwischen wieder ist – an manchen Stellen steil, fast senkrecht abfällt. Der Baggersee in Burkwang: ein Kleinod, ein bedrohtes, ein Dauerthema.

"Gesellig simmer beide!":

Manchmal darf man dem Glück ein bisschen auf die Sprünge helfen. So oder so ähnlich kann der Weg, der Hubert und Silvia Nachbauer zum diesjährigen Trachtenpaar hat werden lassen, beschrieben werden. Die beiden Isnyer sind nicht nur bekannt mit dem Ehepaar Schwarz, das bereits 2016 das Trachtenpaar stellte, sondern wurden auch von anderer Seite immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass dies ein "Job" für sie sein könnte. Die befreundete Claudia Thaumiller, ihres Zeichens Leiterin des Kinderfestfundus, hat einen großen Anteil daran, dass die Nachbauers dieses und nächstes Jahr das Kinderfest repräsentieren werden. "Sie hat uns immer wieder gesagt ‚Jetzt bewerbt Euch‘", lacht Silvia Nachbauer. "Naja, und irgendwann haben wir uns ein Herz gefasst und gesagt ‚Also gut, wir bewerben uns‘". Ein schickes Foto auf dem Kinderfest war schnell gemacht, die Bewerbung wurde kurzerhand geschrieben, und gegen Ende der Sommerferien kam der Anruf der Kinderfestkommission. "Die haben uns schon ein paar Wochen zappeln lassen, aber dann wussten wir, dass wir 2019 und 2020 das Trachtenpaar stellen dürfen", grinst Hubert Nachbauer.

Friedrich Merz kommt nach Isny:

Am Kinderfestmontag soll der Politiker im Festzelt am Rain über "Deutschlands Zukunft" sprechen.

Große Spielwiese für kleine Leute:

Herlinde Edelmann und Iris Scholze organisieren seit mehr als zehn Jahren die samstägliche Spielwiese des Kinderfestes im Kurpark. Jedes Jahr werden den Kindern rund 30 Spielstationen angeboten, an denen sie mitspielen können, ihre Kreativität erweitern, sich selbst wahrnehmen und ihre eigenen Möglichkeiten spielerisch entdecken können – entsprechend ihrer Interessen. Die Spielwiese sei für Kinder im Urteil vieler Eltern eine wichtige und wertvolle Ergänzung zum Angebot am Rain, so ist häufig zu hören.

"Importware": Die Gastarbeiter im Wirtschaftswunder:

Alwine Glanz und Alina Ganther sind mit ihrem Erzählbus seit Mai in Oberschwaben, im Allgäu und in Vorarlberg unterwegs, um Geschichten und Objekte zum Aufbau einer Dauerausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg zu sammeln. Der Isnyer Museumsleiterin Ute Seibold kam dieser Besuch gerade recht, da sie für das neue Museum daran interessiert ist, die jüngere Geschichte mit Lebenserfahrungen heutiger Senioren miteinzubeziehen.

Kinder-Ferienbetreuung bei Dethleffs:

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach Angaben der Firma Dethleffs für viele Mitarbeiter ein wichtiges Thema. Das Betreuungsangebot habe sich zwar in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, aber es gebe immer noch einige Lücken, die von Eltern nicht so einfach zu schließen seien. Einer dieser Lücken hat sich nun der Wohnmobil- und Wohnwagenhersteller angenommen: Erstmals bietet er der Dethleffs-Belegschaft eine zweiwöchige Ferienbetreuung für Kinder im Grundschulalter an.

Energetische Kammermusik der feinen Art:

Was Jahre zuvor im Rahmen des Isnyer Opernfestivals als Festivalkonzert reüssierte, nennt sich 2019 schlicht und einfach "Abendmusik". In Anlehnung an die "Mittagsmusik am Bösendorferflügel" traten vergangenen Donnerstag einzelne Instrumentalisten im Foyer des Kurhauses auf. Sie waren bereits im Orchester im Schlossinnenhof zur Oper "Das Märchen vom Zaren Saltan" zu hören – und nun klassisch-kammermusikalisch mit Werken von Ludwig van Beethoven, Louis Spohr und Anton Stepanowitsch Arenski.

Ein Isnyer namens Johnny Walker:

Vom Allgäu in die Welt: Um eine solche Geschichte erzählen zu können, ist Voraussetzung, dass der Protagonist zuvor im Allgäu gewesen ist. Wie jener Isnyer – als der er sich bis heute versteht – obwohl er in den USA geboren wurde, inzwischen in Norwegen lebt und auf den Namen John Harvey Walker hört. "Ich bin nicht verwandt mit dem Whiskey", erzählt der 70-Jährige mit lautem Lachen – denn nichts liegt näher, als ihn "Johnny" zu rufen. "Ich heiße wirklich so", betont der "Weltweitgereiste" mit dem weltweit bekannten Namen, der buchstäblich auch alle sieben Weltmeere der Welt bereist hat – als Berufsmusiker auf dem legendären Kreuzfahrtschiff "MS Europa".

Du weißt, dass du aus Isny bist,...:

Prinzipiell ist wohl fast jeder dafür, dass Anderen, die in irgendeiner Form Not leiden, geholfen wird. Am besten natürlich mit möglichst wenig Eigeninitiative, das ist klar. Delegiert vom Sofa aus an Politik und Gewerbe. Vom eigenen verwöhnten Haustier schnöde verschmähtes Futter ins Tierheim zu bringen ist hingegen kaum zumutbar und der Weg zum Altkleidercontainer eine heroisch anmutende Leistung, die dicke Pluspunkte auf der ethisch-moralischen Messlatte des Gewissens einbringt.

Hoheitlicher Besuch beim Frauennachmittag auf dem Kinderfest:

Es wird gesungen, gelacht, getanzt – wer kann und mag auch auf den Bänken. Am Kinderfestsamstag dürfen Frauen am Frauennachmittag im Weinzelt wieder für ein paar Stunden unter sich sein. "Eine lockere Atmosphäre mit Stil", so beschreiben Sibylle Lenz, Monika Hodrus und Claudia Nägele-Hall die Stimmung. Das Organisationsteam ist in den letzten Vorbereitungen. Die Musiker der Band "Die 4 Takter" sorgen für die richtige Tanz-Musik. Sie sind übrigens die einzigen Männer, die sich im Zelt aufhalten dürfen. Freundlich aber bestimmt werden Männer und Kinder am Zelteingang abgewiesen. "Mittlerweile ist die Akzeptanz größer geworden und nur Einzelne können von Versuchen reinzukommen nicht absehen", schmunzelt Nägele-Hall.

Theaterfestival Isny 2019: Das Musikprogramm:

Das Isnyer Theaterfestival 2019 startet am 26. Juli und läuft bis zum 3. August. Bereits ausverkauft ist das Konzert mit dem Herbert Pixner Projekt am Auftaktfreitag. Der Samstag-Abend (27. Juli) verspricht laut Pressemitteilung des veranstaltenden Vereins ab 20 Uhr heiße Acts aus dem südlichen und westlichen Afrika mit einem Doppelkonzert: Dobet Gnahoré ist eine der wichtigsten Musikerinnen von der Elfenbeinküste und eine der großen Stimmen Westafrikas. Elektronische Elemente vermischen sich mit westafrikanischen Mandingo-Melodien, ivorischen Ziglibiti-Gitarrenläufen, kongolesischen Rumba-Rhythmen und kamerunischem Bikutsi-Pop.

Vom Wert des Isnyer Kinderfestes:

Dem ein oder anderen wird bereits aufgefallen sein, dass Schüler aus Isny derzeit wieder unterwegs sind und ihre jeweilige Nachbarschaft mit Kinderfestplaketten versorgen. Diese Kinder und Jugendlichen sind aber nicht die einzigen, die die kleinen runden Metallmarken an den Mann und die Frau bringen wollen. Am Kinderfestfreitag, 12. Juli, beginnen auch die Reichsstadtfanfaren wieder mit ihren ehrenamtlichen Streifzügen.

Sozialberatung für Obdachlose in Isny ist gefragt:

Seit Januar 2019 bietet die Stadt Isny eine Sozialberatung an für Menschen, die obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das Büro ist im alten Krankenhaus angesiedelt.

Feuer in Tiefgarage: Vier Autos sind in Brand geraten:

Auf mehr als 100 000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der am Montagabend bei Brand in einer Tiefgarage in Neutrauchburg entstanden ist. Die Ursache ist noch unbekannt.

Ärger mit Graffiti und Müll:

In jüngster Vergangenheit häufen sich in Isny Graffiti und Schmierereien an öffentlichen und privaten Gebäuden. Die Stadtverwaltung hat nun "Anzeige gegen Unbekannt" erstattet, weil laut einer Pressemitteilung von mehreren Tätern ausgegangen werden müsse, und eine Belohnung von insgesamt 2000 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen. Mit einem Hakenkreuz, das an die Mauer des Friedhofs in der Vorstadt geschmiert wurde, befasst sich sogar der Staatsschutz.

Tiefgaragenbrand in Neutrauchburg: Knapp 40 Bewohner müssen evakuiert werden:

Rund drei Dutzend Menschen haben Feuerwehr und Polizei am frühen Montagabend aus einer Wohnanlage hinter der katholischen Kirche "Zum kostbaren Blut" an der Waldburgallee in Neutrauchburg evakuiert.

Hauser lässt die Puppen tanzen:

Ein langgehegter Wunsch ist am Samstag für den künstlerischen Leiter des Isny Opernfestivals in Erfüllung gegangen: einmal eine Aufführung im Innenhof des Isnyer Schlosses präsentieren zu können. Mit Nikolai Rimski-Korsakows Oper "Das Märchen vom Zaren Saltan" ist Hans-Christian Hauser das gelungen.

Demonstrieren als Unterrichtsstoff:

Marlene Bühler, Victoria Dortmann, Sarah Ebenhoch, Lena Müller, Dina Rummel , Maja Schwarz und Annabell Welz – sieben Namen, die in Zukunft öfter genannt werden könnten, wenn die "Fridays for Future"-Bewegung (FfF) für mehr weltweite Anstrengungen im Klimaschutz auch in Isny weiter verfängt und Anhänger findet. Die Realschülerinnen hatten diesen Freitag zur ersten "tatsächlichen" FfF-Demonstration aufgerufen; nach dem vom Elternbeirat unterstützten Protestmarsch der Grundschüler und einer zweiten, elterlichen Kundgebung der "Parents for Future".

Diesen Samstag ist Premiere und Höhepunkt der Isny Oper 2019:

Am Freitagmittag nur zu erahnen, dass sich der Innenhof des Isnyer Schlosses diesen Samstagabend, 29. Juni, in ein "Freilicht-Operhaus" verwandelt: Ab 20.30 Uhr steht die Premiere einer zauberhaften musikalischen Erzählung aus Russland als Höhepunkt des Isny Opernfestivals 2019 auf dem Programm: Hans-Christian Hauser, Pianist, Dirigent und künstlerischer Leiter und Gründer des Festivals, inszeniert im 32. Jahr des Bestehens "Das Märchen vom Zaren Saltan".

Zunftbaumfest macht Lust aufs Kinderfest:

Sommerliche Temperaturen um die 30 Grad Celsius bis um Mitternacht; zuvor der erste öffentliche Auftritt der diesjährigen Kinderfesttrommler; dazu und vor allem eine glänzend aufspielende Musikkapelle Beuren, die – nach einer nur kurzen Klage über den "Biermangel" im Bus auf der langen Rückreise aus der französischen Partnerstadt Nôtre-Dame-de-Gravenchon – augenscheinlich gut erholt für prächtige Stimmung in den bis auf den letzten Platz gefüllten Biertischreihen und auf der Terrasse des Kurhaus-Restaurants sowie unter den zahlreichen Zuhörern auf der Kurparkwiese sorgte:

"Stadtradler" werden für ihre Anstrengungen belohnt:

Zweiter Bürgermeister Peter Clement und Robert Blaser-Sziede, Vorsitzender der Ortsgruppe Isny im "Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC)" haben am Mittwochabend im Kurpark die erfolgreichsten Teilnehmer beim "Stadtradeln" ausgezeichnet. Zu dieser Aktion ruft jährlich das europaweite "Klimabündnis" auf, um Verkehrsteilnehmer zum Umsteigen vom Pkw aufs Fahrrad zu animieren und somit den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Du weißt, dass Du aus Isny bist...:

Es ist immer wieder faszinierend, wie gut die sozialen Netzwerke funktionieren, wenn es darum geht, Botschaften in Sekundenschnelle unters Volk zu bringen. So auch in der Isnyer Facebook-Gruppe der SZ: Dem Spektrum an Informationen sind keine Grenzen gesetzt. Isnyer können viel Geld sparen, wenn sie die immer wieder aktuell geposteten "Blitzermeldungen" aufmerksam verfolgen und eben nicht mit 60 km/h durch die 30er-Zone beim Stephanuswerk preschen oder auch auf den letzten Metern vor der Ortsausfahrt in Richtung Neutrauchburg brav ihre maximal 50 km/h fahren. Sich einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten, wäre natürlich auch eine Option, aber…

Ein Zugang zu Naturschönheiten für alle:

Die Maierhöfener Alphornbläser "Kugelbuebe" begrüßten mit Allgäuer Weisen am Isnyer Biesenweiher die große Runde derer, die an der Planung und Realisierung der neuen Komfortwanderwege beteiligt waren, die am vergangenen Wochenende offiziell eröffnet worden sind.

Stadtwald beim Schneebruch glimpflich davongekommen:

Stadtförster Johannes Merta hat dem Isnyer Gemeinderat das Betriebsergebnis des städtischen Forstbetriebs 2018 vorgestellt. Wegen des Borkenkäfers gab es demnach weniger regulären Einschlag. Der letzte planmäßige Holzeinschlag im Stadtwald war 2018 im März. "Danach sind wir nur noch dem Käfer hinterhergejagt", berichtete Merta. Das habe sich auf die Holzmenge in 2018 ausgewirkt, die niedriger gewesen sei als geplant. Niedriger als gehofft sei der Holzpreis gewesen, was sich auf die Einnahmen ausgewirkt habe.

Isny Oper zum ersten Mal im Schlosshof:

Der von den Musikern in atemberaubender Geschwindigkeit zu spielende "Hummelflug" hat "Das Märchen vom Zaren Saltan", die Oper des russischen Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow, weltberühmt gemacht: Sie steht in der Inszenierung von Hans-Christian Hauser im Mittelpunkt des Isny Opernfestivals 2019.

Glücksfall für die Allgäuer Zeitgeschichte:

Im Dorfgemeinschaftshaus Eisenharz wird man am Mittwoch Bekanntschaft mit Menschen schließen, die alle ein Gedanke vereint: sie wollen einen wichtigen Teil der Geschichte lebendig erhalten. Die Klammer dazu sind Ereignisse, die sich im Frühjahr und Sommer des schicksalsträchtigen Jahres 1945 in Eisenharz ereignet haben.

Glöckle von der "Schletteralpe" fürs Stadtmuseum?:

Ute Seibold, die Museumsleiterin scheint begeistert zu sein über das Interesse der Ortschaften an der Gestaltung des neuen Stadtmuseums im Schloss: "Es geht heute um solche Erinnerungen und Erlebnisse, die nie in irgendeiner Chronik aufgeschrieben wurden. Ich will heute gerne Mäusle spielen, wenn Sie aus Ihren reichen Lebenserfahrungen aus der Zeit vor der Eingemeindung erzählen", ermutigte Seibold die rund 30 Besucher im "Erinnerungscafé", das vergangene Woche in Großholzleute Station gemacht hat.

Die ersten Stufen zur Marktplatzgestaltung:

Mit der Freitreppe an Bergtorstraße und "Hirschterrasse" wird dieser Tage der erste Bauabschnitt zur Marktplatzgestaltung realisiert. Beauftragt ist die Firma Gartengestaltung Di Sanza aus Ravensburg, die Bauleitung liegt bei Oliver Daeges vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Dem ist wichtig zu betonen, dass der Granitstein aus Portugal kommt und nicht aus China, Kinderarbeit sei so auszuschließen.

Wie der Tod seine Bedrohlichkeit verliert:

Eine ökumenische Initiative, die nicht unbedingt im Alltag der Bürger präsent ist, ist die Hospizgruppe Isny-Argenbühl. Und das, obwohl der Tod ein Thema ist, das alle betrifft. Doch wer bei einem Treffen mit Michael Mitt und Ulrike Dubowy, den beiden Mitarbeitern der Hospizgruppe, ein Gespräch über den Tod erwartet, findet sich mit den Grundsatzfragen des Leben konfrontiert.

Allgäuer Stolz auf "German Brand Award":

Die Isnyer Brauerei Stolz – genauer gesagt ihr im vergangenen Jahr neu auf den Markt gebrachtes "Helles" mit dem Namen "Allgäuer Stolz" und die dazugehörige Werbekampagne – steht in einer Reihe mit prominenten Firmen oder Marken wie dem FC Bayern München, Varta-Batterien, Bosch, Vorwerk und anderen mehr.

Stadt schafft neue, stadtnahe Parkplätze:

Um die Parkplatzsituation in der Innenstadt zu entschärfen, überlegt die Stadtverwaltung, wo stadtnaher Parkraum entstehen kann. In zwei Gemeinderatssitzungen im Mai stand das Thema auf der Tagesordnung. Zunächst wie berichtet auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Wiese östlich des städtischen Friedhofs, die der evangelischen Kirche gehört und die einer entsprechenden Nutzung nicht im Weg stehen würde.

Ausstellung zur Leinwandproduktion neu arrangiert:

In der dritten und vierten Etage des Wassertormuseums ist die Ausstellung "vom Flachs zur Leinwand" neu gestaltet worden. Über der Gefängnisebene und dem historischen Feuerwehrraum in der ersten Etage wird die Leinwandproduktion vom Flachsanbau bis zum Webstuhl veranschaulicht. "Das Leinwandgewerbe bildete vom 14. bis weit ins 17. Jahrhundert hinein das Fundament des Wohlstandes der Stadt Isny", berichtete Museumsführer Hans Westhäuser (2. v. l.) nach der Umgestaltung einer Besuchergruppe des Arbeitskreises Heimatpflege im vergangenen Jahr. Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts sei die Zahl der Weberfamilien von 350 auf zirka 70 zurückgegangen, wogegen bis zum Dreißigjährigen Krieg in Isny pro Jahr 10 000 circa 60 Meter lange Leinenbahnen als Rollenware mit 50 bis 80 Zentimetern Breite produziert und durch Handelsleute verkauft worden sei. Der Weg vom Flachs zur Leinwand sei eine mühevolle Arbeit mit vielen Schritten gewesen: Säen, den Boden bearbeiten, liechen, trocknen, riffeln, säubern, rösten, dörren, trocknen, brechen, schwingen, hecheln… – so heißen auch die Exponate, die zweigen, was nötig war, um überhaupt an die Fasern in den Flachshalmen zur Garngewinnung heranzukommen. Das mühsam produzierte Rohgarn verkauften Bauern an die Weber. Foto: Walter Schmid

Was Kratzer und Skizzen über Häftlinge verraten:

Über 600 Jahre hinweg haben Insassen des einstigen Stadtgefängnisses im Wassertor unzählige Kritzeleien an den Wänden hinterlassen und damit auf ihr Ergehen aufmerksam gemacht. Eine amtliche Quelle beurteilte dieses Verließ als das sicherste Gefängnis in Isny.

MSC fährt am Umspannwerk "zur Probe":

Über die Pfingstfeiertage haben Mitglieder des Motorsportclubs Isny (MSC) mit ihren Motorrädern ein Areal am Umspannwerk nahe der Argen zwischen dem Bühlberg und Rengers befahren, das sich in Privatbesitz befindet.

Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei im Kurpark:

Franz Musch ist außer sich, hat das Ordnungsamt im Rathaus informiert und Anzeige bei der Polizei erstattet: Aus den Nestern der Schwanenpärchen, die am Springerweiher beim Gymnasium und im Isnyer Kurpark gebrütet haben, sind Ende Mai die Eier verschwunden. In beiden Gewässern dürfte es in diesem Jahr keinen Nachwuchs geben.

Fragen auf den Weg zur "Smart City":

Eine Grundsatzentscheidung, die viele Fragen offen lässt und deren Antworten sich wohl erst in (einer digitalen) Zukunft herauskristallisieren, hat der Isnyer Gemeinderat in seiner Sitzung am 3. Juni getroffen: Die Kommune stellt in der Kernstadt und in den Ortschaften städtische Gebäude zur Verfügung, damit die Firma "Unitymedia" ein sogenanntes "LoRa"-Funknetz aufbauen kann.

Busfahrt führt zu den"Brennpunkten":

30 Isnyer haben sich bei einer zweistündigen Busfahrt über kommunale "Brennpunkte" der Stadtentwicklung informiert. Es sei schon etwas anderes, ob man seine Informationen nur aus der Zeitung, Internet oder einer öffentlichen Gemeinderatssitzung bezieht, oder ob man die Sache mit eigenen Augen vor Ort sieht und verständlich erklärt bekommt, meinte ein Teilnehmer. Er fügte hinzu: "Wer dabei war, muss jedenfalls keine Leserbriefe mehr schreiben."

Nur in drei Nestern überlebten die Jungstörche den Dauerregen:

Bis Mitte vergangener Woche befürchteten die Isnyer Storchenfreunde einen "Totalausfall" beim Nachwuchs. Nun besteht in mindestens drei Nestern doch noch die Hoffnung, dass die Jungvögel den heftigen Dauerregen Mitte Mai überstanden haben – auf dem Mobilfunkmast hinter der ehemaligen Post, im Nest auf der Esche am Schützenhaus und, Stand Donnerstag, auch auf einer Linde zwischen den Sporthallen am Rain. Allerdings sind auch Alttiere der Nässe zum Opfer gefallen.

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